Problemlöser und Brückenkopf

Wednesday, 13th March 2019Diverses
Die Preisträger des Communitas-Preises 2019, Georg Heyne (links) und Heinz Junkes (rechts), mit Präsident Martin Stratmann bei der Verleihung im Harnack-Haus. © MPG / Amac Garbe

Die Preisträger des Communitas-Preises 2019, Georg Heyne (links) und Heinz Junkes (rechts), mit Präsident Martin Stratmann bei der Verleihung im Harnack-Haus. © MPG / Amac Garbe

Heinz Junkes und Georg Heyne vom Fritz-Haber-Institut werden mit dem Communitas-Preis 2019 ausgezeichnet.

26.02.2019

Der Vergleich, den Präsident Martin Stratmann bei der Preisverleihung zog, hätte nicht passender sein können: In der Formel 1 habe man bereits vor Jahrzehnten erkannt, dass es neben einer Fahrerwertung auch eine Teamwertung geben müsse, schließlich machen die Techniker und Ingenieure im Hintergrund den Sieg erst möglich. In der Forschung, so Stratmann, sei das „im Grunde genauso“.

Einer solcher Hintergrund-Techniker ist Georg Heyne – und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn er leitet er seit 1992 das zentrale Elektroniklabor am Fritz-Haber-Institut. Darüber hinaus bietet er Fortbildungsseminare für Ausbilderinnen und Ausbilder in den IT-Berufen an und organisiert institutsübergreifende Entwicklertreffen für Ingenieure und Techniker.

Ein besonderes Engagement, das auch Martin Stratmann in seiner Rede honorierte: „Georg Heyne ist einer dieser für die Max-Planck unersetzlichen Brückenköpfe, der hochfliegenden wissenschaftlichen Plänen eine sanfte Landung in der Welt des tatsächlich Messbaren ermöglicht“.

Auch bei der Laudatio für den zweiten Preisträger, Heinz Junkes, sparte der Max-Planck-Präsident nicht mit Lob: Als „Problemlöser“ oder „unsichtbarer guter Geist“ sei Junkes jemand, für den „mitanpacken etwas Selbstverständliches“ sei. Um dies zu illustrieren nannte Stratmann nur einen Ausschnitt von Projekten, an denen Heinz Junkes maßgeblich beteiligt war oder ist.

So stellt der IT-Spezialist beispielsweise den Instituten verschiedene Softwarepakete zur Verfügung, etwa zur Zeiterfassung oder Raumreservierung. Auch das e-doc System, das im Repositorium der Max Planck Digital Library aufging und eine Vielzahl von Volltexten und bibliografischen Daten bereithält, geht auf Junkes zurück. Darüber hinaus leistete er bei der Echtzeitsteuerung des Max-Planck-Teleskops Effelsberg, eines der größten vollbeweglichen Radioteleskope der Welt, wertvolle Unterstützung. Am FHI leitet Junkes seit 1988 die Arbeitsgruppe „Prozessrechner, Personal Computer und Bildverarbeitung“.

Die diesjährigen Preisträger zeichneten sich durch ein außerordentliches Engagement aus, das weit über die Grenzen des Instituts hinausginge, sagte Stratmann. Die Max-Planck-Gesellschaft habe schon immer von dieser Kultur des freiwilligen Engagements gelebt und sei in hohem Maße auf Menschen angewiesen, die bereit sind, diese „Extrameile“ zu gehen. Menschen wie Georg Heyne und Heinz Junkes. (Quelle: MPG https://max.mpg.de/News/Pages/Communitas-Preis-2019.aspx)