2011 Juli

Könnten molekulare Drähte Grundlage für neue Computer sein?

Monday, 11th July 2011Allgemeine wissenschaftliche Informationen

Durch Hochziehen einzelner Polymere von einer Oberfläche und Anlegen einer elektrischen Spannung wird der Ladungstransport durch molekulare Drähte auf der atomaren Skala untersucht.

In ihrem Streben nach immer schnelleren und effizienteren Prozessoren nähern sich die Hersteller von Computerchips den physikalischen Grenzen der Miniaturisierung. Die kleinsten, nur einige Nanometer großen Transistoren (1 Nanometer entspricht 1 Milliardstel Meter) in den modernen Mikroprozessoren können mit den konventionellen Techniken der sogenannten top-down-Prozesse nicht weiter verkleinert werden. Deshalb ist die Halbleiterindustrie gezwungen, mehr Transistoren auf dem Chip unterzubringen und diesen mit einer höheren Taktfrequenz zu betreiben – beides führt jedoch zu steigendem Energieverbrauch und erhöhter Abwärmeerzeugung. Ein europäisches Großprojekt, an dem auch Forscher des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft beteiligt sind, soll Abhilfe schaffen. (mehr)


Hans-Joachim Freund erhält den Karl-Ziegler-Preis

Der mit 50.000 Euro dotierte Karl-Ziegler-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) wird in diesem Jahr anlässlich der Eröffnung des Wissenschaftsforums Chemie in Bremen am 4. September an Professor Dr. Hans-Joachim Freund, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, verliehen. Freund erhält diese Auszeichnung für seine herausragenden Arbeiten zum Verständnis der molekularen Grundlagen der heterogenen Katalyse, einem Gebiet, das eng mit dem Namen Zieglers verknüpft ist. Die Laudatio zur Preisverleihung an Freund hält Professor Dr. Joachim Sauer von der Berliner Humboldt-Universität. (mehr)