2012 April

Fehler bringen Reaktionsbeschleuniger in Fahrt

Thursday, 26th April 2012Ausgewählte Publikationen

Einsichten zu dem Katalysator, der Kohlendioxid in Methanol umwandelt, könnten das Recycling des Treibhausgases ermöglichen

In chemischen Produktionsstätten gibt es nun ein Geheimnis weniger. Seit Jahrzehnten produziert die Industrie im großen Stil Methanol aus einem Gemisch von Kohlendioxid und Kohlenmonoxid sowie Wasserstoff. Ein internationales Team um Chemiker des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin hat nun aufgeklärt, warum der dabei verwendete Katalysator aus Kupfer- und Zinkoxidpartikeln mit einem kleinen Aluminiumoxidanteil so gut funktioniert. Sie erkannten dabei auch, warum dieser Reaktionsbeschleuniger auf die bewährte Art und Weise hergestellt werden muss. Wie die Forscher feststellten, machen erst Defekte und eine bislang unbekannte Vermischung von Kupfer und Zinkoxid den Katalysator so aktiv. Diese Erkenntnisse können zum einen dazu beitragen, den Katalysator weiter zu verbessern. Zum anderen helfen sie den Forschern, Katalysatoren zu entwickeln, die reines Kohlendioxid effizient umsetzen. Mit diesen ließe sich das Treibhausgas, das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht, wiederverwerten. (vollständiger Artikel)

Originalveröffentlichung:

Malte Behrens, Felix Studt, Igor Kasatkin, Stefanie Kühl, Michael Hävecker, Frank Abild-Pedersen, Stefan Zander, Frank Girgsdies, Patrick Kurr, Benjamin-Louis Kniep, Michael Tovar, Richard W. Fischer, Jens K. Nørskov, Robert Schlögl

The Active Site of Methanol Synthesis over Cu/ZnO/Al2O3 Industrial Catalysts

ScienceExpress, 19 April 2012; doi: 10.1126/science.1219831