2013 März

Jochen-Block-Preis für Malte Behrens

Friday, 22nd March 2013Diverses

Zwei junge Katalyseforscher mit Jochen-Block-Preis 2013 ausgezeichnet
Der Jochen-Block-Preis der Deutschen Gesellschaft für Katalyse geht in diesem Jahr an zwei Nachwuchswissenschaftler. Dr. Malte Behrens vom Fritz-Haber-Institut (FHI) der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin wird für seine Arbeiten zur Aufklärung der Natur der aktiven Zentren der Methanol-Hochdruck-Synthese ausgezeichnet. Dr. Frank Hollmann von der TU Delft erhält den Preis für seine Arbeiten zur Integration von Biokatalysatoren in organisch-chemischen Katalysesequenzen. Der Jochen-Block-Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wurde am 14. März 2013 im Rahmen des Jahrestreffens Deutscher Katalytiker in Weimar verliehen.

METHANOL ALS SPEICHER FüR KOHLENDIOXID
Obwohl die chemische Industrie bereits im großen Stil mit Hilfe von Katalysatoren Kohlendioxid und Wasserstoff in Methanol umwandelt, sind die genauen Mechanismen der Synthese bisher nicht eindeutig geklärt. Um diesen Prozess effektiv zu steuern ist es wichtig, die Wirkungsweise des Katalysators zu verstehen. Dann wäre es beispielsweise auch möglich, Kohlendioxid direkt aus Verbrennungsgasen zur Methanolsynthese einzusetzen. Malte Behrens hat sich mit seiner Arbeitsgruppe am FHI in Berlin das Ziel gesetzt, herauszufinden wie die chemische Hochzeit zwischen Kohlendioxid und Wasserstoff mit dem Katalysator als Heiratsvermittler funktioniert. Bei der Methanolsynthese wird ein Gemisch aus Kupfer, Zinkoxid und etwas Aluminiumoxid eingesetzt. Die optimale Zusammensetzung wurde bisher durch Versuch und Irrtum ermittelt. Behrens konnte nun durch seine Untersuchungen zeigen, wie Kupfer und Zinkoxid als komplexes Gesamtsystem ihre Aktivität entfalten. Diese Erkenntnisse konnten bereits zur Verbesserung von Produktionsabläufen umgesetzt werden.

Malte Behrens, geboren 1977, studierte Chemie an der Christian-Albrechts Universität Kiel und fertigte dort auch seine Doktorarbeit an, die mit dem BASF-Promotionspreis der Universität Kiel ausgezeichnet wurde. Danach begann er in 2006 als Post-Doc bei Prof. Schlögl seine Arbeiten am FHI in Berlin. Seit 2007 ist er als Habilitand und seit 2008 als Gruppenleiter tätig. Er ist Mitglied des Ertl-Zentrums für Elektrochemie und Katalyse in Gwangju/Korea und Sprecher der Jung-Wissenschaftler (YounGeCatS) in der Deutschen Gesellschaft für Katalyse (GeCatS).

(Der Pressemitteilung der DECHEMA entnommen)