2014 Juni

Einstein-Professorin Claudia Draxl wird Max Planck Fellow am Fritz-Haber-Institut in Berlin

Monday, 30th June 2014Diverses

(Gemeinsame Pressemitteilung des Fritz-Haber-Instituts und der Humboldt-Universität zu Berlin)

Claudia Draxl wird vom Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) mit Wirkung zum 1. Juli 2014 zum „Max Planck Fellow“ am Fritz-Haber-Institut der MPG in Berlin ernannt. Das Programm der „Max Planck Fellows“ soll nicht nur die Kooperation zwischen Universitäten und Max-Planck-Instituten dokumentieren und stärken sondern beinhaltet auch den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe am Fritz-Haber-Institut. Die Tätigkeit als „Max Planck Fellow“ ist auf fünf Jahre begrenzt, kann jedoch einmalig um drei Jahre verlängert werden.

Claudia Draxl leitet an der Humboldt-Universität zu Berlin die Arbeitsgruppe für Theoretische Festkörperphysik. Ein Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit liegt auf den Wechselwirkungen und Anregungen in Nanostrukturen und Hybrid-Materialien. Ihre Forschung kombiniert analytische Ansätze der Mathematik mit umfassenden Computersimulationen, insbesondere im Bereich der „Theoretischen Spektroskopie“. Auf Basis dieser Grundlagenforschung verfolgt sie in enger Kooperation mit experimentellen Arbeitsgruppen auch Themen, die neue Anwendungen im Bereich der Elektronik und Opto-Elektronik ermöglichen. In der nun verstärkten Kooperation mit der Abteilung Theorie des Fritz-Haber-Instituts sollen inorganische/organische Grenzflächen untersucht werden. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen die gemeinsamen Anstrengungen zum Aufbau der Materialdatenbank „NoMaD“ (Novel Materials Discovery) und die damit verbundene Entwicklung von Analysewerkzeugen, die es ermöglichen, neuartige funktionelle Werkstoffe vorherzusagen.

Claudia Draxl hat Physik und Mathematik an der Universität Graz studiert und dort mit Auszeichnung in theoretischer Physik promoviert. Nach ihrer Habilitation war sie Außerordentliche Professorin und Leiterin des Instituts für Theoretische Physik der Universität Graz und Gastprofessorin an der schwedischen Universität Uppsala. 2005 erfolgte ein Ruf auf einen Lehrstuhl an die Montanuniversität Leoben. 2011 wechselte sie an die Humboldt-Universität zu Berlin. Hier forscht und lehrt sie am Institut für Physik und bringt sich außerdem in interdisziplinäre Forschungsverbunde ein. Beispiele sind das Integrative Research Institute for the Sciences (IRIS) Adlershof und der Sonderforschungsbereich Hybrid Inorganic/Organic Systems for Opto-Electronics (HIOS).

Zu ihren Auszeichnungen zählen unter anderem der Ludwig-Boltzmann-Preis der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft, der Wissenschaftspreis des Landes Steiermark, ein Ehrendoktorat der Universität Uppsala sowie die Auszeichnung als Fellow der American Physical Society.

Claudia Draxl erhielt zudem als erste Frau eine Einstein-Professur der Einstein-Stiftung in Berlin.

Kontakt:
Prof. Dr. Dr. h.c. Claudia Draxl
Institut für Physik
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: 030 2093-66363
claudia.draxl@physik.hu-berlin.de


Der Karl-Scheel-Preis 2014 der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin geht an Dr. Tobias Kampfrath vom Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft

Thursday, 12th June 2014Allgemeine wissenschaftliche Informationen

Manipulation von Spins und Licht bei Terahertz-Frequenzen

Mit dem diesjährigen Karl-Scheel-Preis würdigt die Physikalische Gesellschaft zu Berlin die Arbeiten von Tobias Kampfrath auf dem Gebiet der Dynamik von Materie und Licht bei Terahertz-Frequenzen. Eine Frequenz von einem Terahertz (1 THz) entspricht einer Billion Schwingungen pro Sekunde. Der THz-Frequenzbereich liegt zwischen denen von Mikro-wellen und von Licht und ist sowohl für die Grundlagenforschung als auch für Anwendungen hochgradig interessant. Zum einen weisen Festkörper zahlreiche Resonanzen im THz-Bereich auf, wie etwa Schwingungen des Kristallgitters oder sogenannte Spinwellen. Andererseits nähern sich in Drahtlosnetzwerken, optischen Glasfasernetzen und in Mikroprozessoren die Bitraten dem THz-Frequenzbereich beständig an. Aus diesen Gründen ist es notwendig, Konzepte für das ultraschnelle Steuern und Auslesen von Informationsträgern zu entwickeln. Herr Kampfrath hat sich dabei in den letzten Jahren besonders mit Spins und Lichtpulsen befasst und konnte dabei neue Ansätze zu deren Kontrolle bei THz-Frequenzen demonstrieren.

Im Rahmen der diesjährigen Karl-Scheel-Sitzung am

Freitag, den 27. Juni 2014, ab 17:15 Uhr im Hörsaal des Magnus-Hauses,
Am Kupfergraben 7, 10117 Berlin,

berichtet Dr. Tobias Kampfrath in einem Vortrag mit dem Titel „Manipulation von Spins und Licht bei Terahertz-Frequenzen“ über seine preiswürdigen Arbeiten und erhält im Anschluss an seinen Vortrag den Karl-Scheel-Preis 2014. Das gesamte Programm der Veranstaltung kann unter http://www.pgzb.tu-berlin.de abgerufen werden. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein.

(Quelle: Pressemitteilung der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin; die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.)