2015 November

Stoff für die Technik von morgen – das europäische Exzellenzzentrum NOMAD

Monday, 2nd November 2015Allgemeine wissenschaftliche Informationen

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Neue technische Entwicklungen beruhen praktisch immer auf besseren und oft genug auf völlig neuen Werkstoffen. Das gilt für die nächste Generation von Smartphones, spritsparende Autos oder starke Batterien für Elektromobile genauso wie für Katalysatoren zur Erzeugung von Methan oder flüssigen Brennstoffen und leistungsfähige Solarzellen. Für solch unterschiedliche Anwendungen die geeigneten Materialien aufzuspüren, soll dank des europäischen Exzellenzzentrums NOMAD (Novel Materials Discovery – Entdeckung neuartiger Materialien), das ab dem 1. November 2015 offiziell die Arbeit aufnimmt, leichter werden. Darin haben sich unter der Leitung von Matthias Scheffler, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, Wissenschaftler von acht Forschungseinrichtungen und vier Hochleistungsrechenzentren aus ganz Europa zusammengeschlossen. Das Exzellenzzentrum wird im Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 der EU in den kommenden drei Jahren mit fünf Millionen Euro gefördert.

Rund 200.000 verschiedene Materialien sind heute bekannt, angefangen bei unzähligen Legierungen bis hin zu organischen Verbindungen wie etwa Polymeren und Hybridsystemen aus organischen und anorganischen Substanzen. Das ist aber nur ein Bruchteil aller möglichen Verbindungen. „Viele Materialien, die wissenschaftlich, aber auch technologisch interessant sein könnten, kennen wir noch gar nicht“, sagt Max-Planck-Direktor Matthias Scheffler. „Und auch bei den bekannten Materialien sind uns bislang viele spannende Eigenschaften verborgen geblieben.“ Das wollen er und die anderen Forscher des Exzellenzzentrums Nomad ändern, darunter auch Claudia Draxl, Professorin an der Humboldt-Universität Berlin und Max-Planck-Fellow am Fritz-Haber-Institut, Angel Rubio, Direktor am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg und Stefan Heinzel, Direktor der Max Planck Computing and Data Facility in Garching. Mit einem Workshop im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin gaben sie dafür nun den Startschuss.

Die Pressestelle der Generalverwaltung hat dazu eine Mitteilung herausgegeben, die Sie in voller Länge hier finden.