2016 April

Hans-Joachim Freund zum Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt

Friday, 29th April 2016Diverses

CAMBRIDGE, MA | APRIL 20, 2016 – The American Academy of Arts and Sciences today announced the election of 213 new members. They include some of the world’s most accomplished scholars, scientists, writers, artists, as well as civic, business, and philanthropic leaders. Among those elected into this newest class is Professor Dr. Hans-Joachim Freund of Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft. […]

Founded in 1780, the American Academy of Arts and Sciences is one of the country’s oldest learned societies and independent policy research centers, convening leaders from the academic, business, and government sectors to respond to the challenges facing—and opportunities available to—the nation and the world. Current Academy research focuses on higher education, the humanities, and the arts; science and technology policy; global security and energy; and American institutions and the public good. The Academy’s work is advanced by its elected members, who are leaders in the academic disciplines, the arts, business, and public affairs from around the world.

(Text von der AAAS auszugsweise übernommen)


Grundlegende Wechselwirkungen in Festkörpern direkt beobachtet

Friday, 15th April 2016Diverses
Illustration des Elektronenbeugungsexperiments. copyright: Waldecker/FHI

Illustration des Elektronenbeugungsexperiments.
copyright: Waldecker/FHI

Eines der wichtigsten Themen der Festkörperphysik sind die Wechselwirkungen zwischen Elektronen und Schwingungen von atomaren Ionen, aus denen jegliche kondensierte Materie besteht. Sie bestimmen grundlegende Eigenschaften von Materialien, wie die Leitfähigkeit von Strom und Wärme, den Energieverlust in elektronischen Geräten und das Auftreten von Quantenphänomenen wie beispielsweise der Supraleitfähigkeit.

Lutz Waldecker und Roman Bertoni von der Max-Planck-Forschungsgruppe „Structural and Electronic Surface Dynamics“ unter der Leitung von Ralph Ernstorfer haben gemeinsam mit Jan Vorberger vom Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden diese Wechselwirkungen zwischen Elektronen und dem atomaren Gitter in Aluminium nach dem Auftreffen eines sehr kurzen Laserimpulses sichtbar gemacht und quantifiziert. Aufgrund der Wechselwirkungen geben die durch den Laser angeregten Elektronen nach und nach Energie an die Atomschwingungen ab. Aus aufeinanderfolgenden Momentaufnahmen der Schwingungen erhält man einem „Film“ dieses Prozesses. Der Vergleich zwischen den experimentellen Ergebnissen und modernsten numerischen Berechnungen führte zu einer Verbesserung des bestehenden Modells solcher Wechselwirkungen.

Originalveröffentlichunf:
Lutz Waldecker, Roman Bertoni, Ralph Ernstorfer, and Jan Vorberger
Electron-Phonon Coupling and Energy Flow in a Simple Metal beyond the Two-Temperature Approximation
Physical Review X vol. 6 (doi: 10.1103/PhysRevX.6.021003)

Kontakt: Dr. Ralph Ernstorfer, Lutz Waldecker

Gaedepreis 2016 geht an Dr. Julia Stähler und Gerhard Ertl Young Investigator Award an Dr. Takashi Kumagai

Tuesday, 5th April 2016Diverses

Der von der Deutschen Vakuumgesellschaft ausgelobte Gaedepreis wurde in diesem Jahr an Dr. Julia Stähler (Abteilung Physikalische Chemie) verliehen. Sie erhielt ihn für ihre herorragenden Arbeiten auf dem Gebiet der ultraschnellen Dynamik von Elementarprozessen und der Vielteilcheneffekten an Oberflächen und in Festkörpern. Der Preis wurde am 8. März 2016 bei der 80. Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft verliehen. Er besteht aus einer Urkunde, dem Modell der ersten Molekularluftpumpe von Prof. Wolfgang Gaede sowie einem Preisgeld von 10.000,- €.

Den diesjährigen Gerhard Ertl Young Investigator Award erhielt Dr. Takashi Kumagai (ebenfalls Abteilung Physikalische Chemie), der sich mit seiner Präsentation gegen die anderen vier Finalisten durchsetzen konnte.

Der Preis wird seit 2010 vom Fachverband Oberflächenphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) an herausragende Nachwuchsforscherinnen und -forscher verliehen, deren Promotion nicht länger als sechs Jahre zurückliegt. Die Auszeichnung wird im Rahmen der DPG-Frühjahrstagung in Berlin überreicht.

Der Gerhard Ertl Young Investigator Award ist mit 3.000 Euro dotiert und wird von der Zeitschrift „Surface Science“ des Elsevier-Verlags unterstützt. Er ist nach Prof. Dr. Gerhard Ertl (Fritz-Haber-Institut Berlin) benannt, dem Chemie-Nobelpreisträger von 2007.